Internationaler Stammtisch zu Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Rußland

Zu einem  bemerkenswertem international besetzten Stammtisch trafen sich am Montag, den 10. 7. Genossen und Genossinnen aus Ilmenau und Gehren mit russischen und deutschen Unternehmern, um über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik zu diskutieren. Als sachkundiger Gesprächspartner stand Konsularrat Dr. Bondraev zur Verfügung. Ausführlich referierte er über den Stand der  ökonomischen Beziehungen und ging dabei auch auf die Sanktionen ein, von denen er sagte, es wären natürlich keine Strafmaßnahmen, denn solche könnten nur die vereinten Nationen aussprechen, sondern vielmehr Handelsbeschränkungen, die aber mittlerweile Russlands Wirtschaft und Landwirtschaft belebt haben. Mit Fragen zum Leben im russischen Staat klang ein interessanter Stamtisch aus.

Karl-Heinz Mitzschke

Kranzniederlegung anlässlich des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion

Sehr geehrter Herr Vizekonsul,

verehrte Anwesende,

liebe Freundinnen und Freunde

ich bin vom Veranstalter gebeten wurden, einige Worte auf dieser Veranstaltung zu sagen und ich bedanke mich dafür. Voller Respekt und Ehrerbietung stehe ich vor Ihnen, an einen Tag zu erinnern, der lange zurückliegt, ein Menschenleben fast, aber nie aus unserem Gedenken schwinden darf. Millionenfacher Tod, millionenfaches Leid liegen in ihm begründet und sind Grund und Auftrag, diesen Tag wieder und wieder in unserem Gedächtnis aufzurufen.

Dieser 22. Juli, an dem vor 76 Jahren um 4:00 Uhr morgens 121 deutsche  Divisionen zwischen Ostsee und Schwarzem Meer einer wilden Bestie gleich über die UdSSR herfielen, dieser Tag, der den Beginn eines nie vorher gekannten  Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion sah, dieser Tag an dem von SS-Einsatzgruppen damit begonnen wurde systematisch in den eroberten Gebieten Kommunisten, Juden, Sinti und Roma zu morden, dieser leidbeladenen Tag, der erste in einer endlos scheinenden Kette, dieser Tag muss in uns bewahrt bleiben.

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Wir haben ausreichend Wohnraum- aber bis 2030 fehlen 1.400 Wohnungen Ein kommunalpolitischer Stammtisch zum aktuellen Thema

Diese offensichtlich verwirrenden Aussagen, auch angesichts keiner bemerkenswerten Bevölkerungszuwächse, stammen aus dem Munde des Oberbürgermeister Seebers und sind Schlussfolgerungen aus dem vom Stadtrat zu beschließenden Flächennutzungsplan. Grund genug, eine intensive Auseinandersetzung mit diesem Sachverhalt zu führen, fand der Ilmenauer Stadtvorstand, sowie die Stadtratsfraktion.

Deshalb luden sie zu einem kommunalpolitischen Stammtisch ein, um gemeinsam mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren. Den notwendigen Sachverstand zu sichern, sollten kompetente Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Nur sie wollten, oder konnten nicht. Der Oberbürgermeister, fand  solch ein Thema könne nur in den Ausschüssen des Stadtrates hinreichend mit Fachverstand  besprochen werden, die Vertreter der beiden großen Wohnungsgesellschaften waren zu einer Tagung in Suhl, die es ihnen unmöglich machte um 19:00 in Ilmenau an der Gesprächsrunde teilzunehmen. Es ist den Bemühungen von Anke Hofmann und unserer Landrätin zu danken, dass die Veranstaltung mit Mitarbeitern des Job-Centers und des Sozialamtes trotzdem stattfand.

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Tag der Befreiung vom Faschismus 2017

Als vor 72 Jahren dem Krieg in Europa der Atem ausging, das Schrillen der Sirenen aussetzte, das Dröhnen der Bomber verstummte und die Kanonen schwiegen war trotz aller Sorgen und Ängste eine große Erleichterung in den Menschen. Und in dem Tag lag die Hoffnung, dass nach dem Ende dieses furchtbaren Weltenbrandes nun der Weltfrieden anbräche. Jedoch: die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt der Volksmund, aber sie stirbt. Sie starb sogar sehr schnell. Sie starb auf der koreanischen Halbinsel, sie starb in Palästina, sie starb, als der Mob wieder jüdische Menschen nur wenige Jahre nach dem furchtbaren Geschehen in Deutschland durch die Straßen von Kairo, Tripolis und Aleppo jagte, jenem Aleppo, das heute in Schutt und Asche liegt, sie starb im entlaubten, geschundenen Dschungel von Vietnam, sie starb, stirbt und in uns ist die Angst, sie wird weiter sterben. Auch deshalb, weil einigen, wenigen  der Kamm schwillt und die Geldbörse obendrein und die fleißigen Deutschen liefern es fleißig dazu, das präzise, deutsche Schießgewehr. Immer gern zu Diensten!  Jede Waffe findet ihren Krieg und jede Kugel ihr Opfer. Wir sollten es aus unserer Geschichte doch wissen!

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Anke Hofmann-Domke :Rede Gedenkveranstaltung zu Ehren Karl Zink am 27.4.2017

Liebe Genossinnen und Genossen, sehr geehrte Damen und Herren,

auch wenn der Widerstandskämpfer Karl Zink vorwiegend in Südthüringen bekannt ist, ist es wichtig an ihn und stellvertretend damit auch an andere Widerstandskämpfer zu erinnern. Das gemeinsame Gedenken führt die Gesellschaft zusammen, reflektiert die gemeinsame Geschichte und sorgt dafür, dass die Verbrechen der Nazizeit nicht in Vergessenheit geraten. Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg war und ist unsere gemeinsame Basis im Handeln hier und jetzt.

Die biografischen Daten von Karl Zink sind bekannt und bei Wikipedia wie folgt veröffentlicht: „Er wurde am 24. April 1910 als erster Sohn von Gustav und Anna Zink in Mehlis geboren. Die Familie zog 1917 – mitten im ersten Weltkrieg - nach Ilmenau (seine Mutter stammte aus Ilmenau). Ab dem fünften Schuljahr besuchte Karl die Goetheschule Ilmenau, jedoch musste er sie vorzeitig wieder verlassen, da seine Eltern die Schulgebühren nicht mehr zahlen konnten.

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